Pressemitteilung der Initiative für die Aufklärung des Mordes an Burak Bektaş

Initiative für die Aufklärung des Mordes an Burak Bektaş
Pressekontakt: 01521-3034508
burak-initiative@web.de
burak.blogsport.de

Berlin, den 08.04.2016

Neuer Gedenkort soll an Burak Bektaş erinnern

Gedenkdemonstration zum vierten Todestag am Sa, 9.4. /
Kampagnenstart für einen „lebendigen Gedenkort“ in der Nähe des Tatorts

Zeitgleich mit der Demonstration zum vierten Todestag von Burak Bektaș wird am Samstag mit dem Launch der Webseite www.gedenkort-fuer-burak.org eine neue Kampagne zum Gedenken an Burak Bektaş gestartet. Geplant ist ein „lebendiger Gedenkort“ auf einer Grünfläche in der Nähe des Tatorts (Rudower Straße Ecke Laubsängerweg). Nach dem Willen der Angehörigen und der Initiative soll die dem Bezirk Neukölln gehörende Fläche als Burak-Bektaș-Platz benannt werden. Das Konzept beinhaltet ein Denkmal und einen „Lern- und Gedenkort“.

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Gegen Deutschland und seine Nazis.

Wer aber vom Rassismus nicht reden will, sollte auch vom NSU schweigen.

Die Initiative „Das Schweigen durchbrechen!“ ruft am Samstag, 19.09.2015, zu einer Demonstration in Nürnberg, Aufseßplatz auf.

„Diesen September jährte sich mit der Ermordung von Enver Şimşek zum 15. Mal der Beginn der Mordserie des NSU. Während sich die öffentliche Aufmerksamkeit auf „Ermittlungspannen“ der Behörden, insbesondere der Verfassungsschutzämter, konzentriert, fehlt eine Auseinandersetzung mit dem Rassismus der deutschen Gesellschaft. Dieser befeuerte in den 90er Jahre die militante Naziszene, aus der der NSU entstand, und ermöglichte ihm über Jahre ungehindert zu morden.

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Gedenkkongress in Leipzig

Was haben die rassistisch motivierten Pogrome Anfang der 1990 Jahre u.a. in Hoyerswerda, Rostock-Lichtenhagen, Mölln und Solingen mit dem NSU zu tun? Und wie kann eine kritische Gedenk- und Erinnerungspolitik dazu aussehen?

Vom 11. bis 13. September 2015 findet in Leipzig der Gedenkkongress NSU-Gedenken im Kontext bisheriger Gedenk- und Erinnerungspolitik nichtsaatlicher Gruppen an rechte Morde und Gewalttaten statt. Hier findet ihr das Programm und weitere Infos zum Kongress.

„Keine Straffreiheit für den Geheimdienst“

Die Humanistische Union informiert in ihrer Kampagne ausgeschnüffelt. Verfassung schützen – Geheimdienst abschaffen über den Gesetzesentwurf für die Straffreiheit von V-Leuten.

„Ein neues Gesetz soll dem Inlandsgeheimdienst erlauben, seine verdeckten Ermittler und V-Personen Straftaten begehen zu lassen, wie etwa Körperverletzung. Die SPD kann das Gesetz noch stoppen. Unterzeichnen Sie jetzt unseren Aufruf an Burkhard Lischka, den innenpolitischen Sprecher der SPD. Die Unterschriften werden wir an Herrn Lischka überreichen. Jede Unterschrift erreicht Herrn Lischka persönlich in Form einer E-Mail.“

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Augenschein des Terrors: Ein Besuch der NSU-Tatorte

Nach 200 Verhandlungstagen am Oberlandesgericht München ist der NSU-Prozess zu einer Art Alltagsgeschäft geworden. Als Beobachter und Dauergast auf der Zuschauertribüne wird es zunehmend schwieriger, dem zu entgehen, was man als einen „Terror der Intimität“ beschreiben könnte. Ähnlich negativ berühren die NSU-Tatorte und die Formen des Gedenkens.

Eine Bildserie des Prozessbeobachters Friedrich C. Burschel.
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Konzentrierter Dämmerzustand – Der Ablauf eines Verhandlungstages im NSU-Verfahren

Sicherlich erscheint es im ersten Moment müßig den formalen Tagesablauf einer Verhandlung im NSU-Prozess auszuformulieren und man fragt sich, welcher Mehrwert daraus gewonnen werden kann. Doch viele Zuschauer_innen berichten, dass sich, nachdem sie persönlich vor Ort waren, ihre Perspektive auf den Prozess verändert habe. Der NSU-Komplex sei greifbarer, realer geworden und gleichzeitig schockiert die Alltäglichkeit, die mit der Verhandlung einhergeht. Ein kritisches Augenmerk auf die sich verändernde Innen- und Außenwahrnehmung des Verfahrens zu haben, insbesondere mit Blick auf die bis mittlerweile Anfang 2016 geplanten Verhandlungstermine, wird somit immer wichtiger.
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Die Tristesse des Betonklotz

von Charlotte W.

– Ein Erfahrungsbericht vom Besuch des NSU-Prozesses –

Die Betonfassade des Justizzentrums in der in der Nymphenburger Straße hebt sich kaum vom grauen, wolkenverhangenen Himmel ab. Es ist ein trüber Novembermorgen, an dem wir uns vor dem Gebäude versammeln, um gemeinsam den 162. Verhandlungstag des NSU-Prozess in München zu verfolgen. Aber zunächst heißt es warten. Viel ist nicht los an diesem Tag. Eine Schulklasse ist noch da, aber deren Interesse gilt offensichtlich nicht dem NSU-Prozess, da sie sich nicht vor dem separierten Sondereingang, sondern vor dem Haupteingang einreihen. Als Justizfachangestellte freundlich und routiniert dann die Pforten öffnen, fühle ich mich noch nicht wie bei Gericht, sondern wie am Flughafen: Gang durch den Metalldetektor, dann sämtliche Taschen entleeren, hinter Sichtschutz wird abgetastet. Wie im Theater kann ich schließlich meine Jacke und Tasche abgeben und erhalte im Gegenzug eine Gaderobennummer. Sogar „Viel Spaß!“ wünscht man mir. Ich bin gespannt.

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Niemand Wird Vergessen / Hiç unutmadık

Anlässlich des Aktionstages der Initiative Keupstraße ist überall haben Refpolk und Kutlu Yurtseven von Microphne Mafia ihren Song „Niemand Wird Vergessen / Hiç unutmadık“ veröffentlicht.

Wir bedanken uns bei Refpolk und Kutlu!

Interpreten: Refpolk & Kutlu – Niemand wird vergessen / Hiç unutmadık

Klammer auf – wo war ich? Antifa, Aktion
viel passiert, demonstrier’n, NPD, Faschos
voller Wut, Protest, rastlos, weit weg
von den Betroffenen – Klammer zu
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„Die Luft hier ist zum Schneiden“

Von der Forschungsgruppe Recht Raum NSU

– Eindrücke vom Besuch des NSU-Prozess im Oberlandesgericht München –

Geduldsprobe: Auf dem Platz vor dem Haupteingang steht ein provisorisches „Partyzelt“, dessen weiße Farbe sich von den dunklen Tönen der Außenfassade des OLG abhebt. Es dient als „Warteraum“ und Wetterschutz für wartende Besucher_innen des NSU-Prozess. Das Zelt ist längs durchtrennt von gelben Bauzäunen aus Plastik, die mich an Baustellen denken lassen.

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